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Jahresbericht SCS, Saison 1995/96

Inhaltsverzeichnis:

  1. Administratives
  2. Wintersaison
  3. Sommer- und Frühlingsanlässe
  4. Pistenmaschine
  5. Dankesworte

  6.  

Administratives:

Ebenso viele Vorsätze waren gefasst, wie Erwartungen gestellt. Wird die neue Funkzeitauslösung auch wirklich gekauft werden können? Können wieder alle Anlässe durchgeführt werden? Wiederum bei schönstem Wetter und immer am ersten Ansagedatum? Um an alles zu glauben war ich ein zu grosser Realist, jedoch nicht zu faul um davon zu träumen.

Die Kommission traf sich zu 5 offiziellen Sitzungen. Dank dem Einsatz und der Bereitwilligkeit aller Amtsinhaber konnten alle auf uns zu gekommenen Aufgaben ohne grössere Probleme gelöst werden. Ein besonderes Lob an dieser Stelle an die zwei neuen Kommissionsmitglieder, - Hüttenwart und Kassier - welche sich ausgesprochen schnell in unserem Kreise anklimatisierten und Ihre Aufgaben wahrnahmen.

Erfreulich viele Mitglieder besuchten in der vergangen Saison J+S-Kurse im Skifahren. Ebenfalls besuchten die Verantwortlichen der Zeitmessung den Zeitnehmerkurs des OSSV. Des weiteren vertraten mehrere Dalegationen unseren Club bei allen für den Verein wichtigen Anlässen, so z.B. bei der

Während der vergangen Saison fanden auch verschiedene Vertragsverhandlungen statt:

Wintersaison

Wie in der letzten Saison war der Chlausabend der erste offizielle Anlass. Dass eher wenig Mitglieder (36) anwesend waren, schrieben wir dem ungünstigen Terminkalender zu. Erstmals wurde der Lottomatch durch ein Jassturnier ersetzt. Danach warteten alle gespannt auf die träfen Reden und Strafen unseres St. Nikolauses.

Mit viel Schwung und Elan begrüssten uns nach der HV gleich alle 5 Leiter im SC-Turnen. Schön, dass ihr Einsatz durch das regelmässige Interesse vieler Mitglieder während des ganzen Jahres belohnt wurde. All jenen, welche beim Griff oberhalb des Gesässes auch nur kleine Trottinetpneus verspüren, sei dieses Angebot heissestens empfohlen.

Obwohl man auf der Ebenalp zur Weihnachtszeit Skifahren konnte, musste wie bereits der Langlauf, auch das alpine Freundschaftsrennen verschoben werden.

Zwischen Weihnacht und Neujahr wurde die Eggli-Strecke von unserem Liseli und ihren Betreuern bestens präpariert. Obwohl die Strecke in der ersten Janaurwoche relativ stark litt, lag am 5.1. noch genügend Schnee. Vom Erfolg des Vorjahres geprägt, entschlossen wir uns, das beliebte Rennen durchzuführen.

Vom Freitag- bis am Samstagabend standen über 30 Mitglieder im Einsatz und präparierten wortwörtlich ein weisses Schneeband vom Eggli nach Steinegg. Eine lange Nacht erwartete alle. Die Stossgebete zu Petrus nützten nichts, anscheinend konnte er den bereits am späten Samstagnachmittag aufgetauchten Föhn nicht mehr stoppen.

Eine Krisensitzung mit Streckenbesichtigung aller Kommissionsmitglieder am Sonntagmorgen um 6.00 Uhr sprach klare Worte. Auch jegliches und wiederholtes Kneiffen in die Oberarme zeigte unwiederruflich: Es war kein Alptraum. Ein zu 95% organisiertes Rennen musste infolge dahinrinnender Schneepiste abgesagt werden.

Dank der Nachhilfe einiger Schnäpschen bei Herri und Angi Ulmann entbrannte in uns eine Art Galgenhumor. Wir liessen es uns nicht nehmen, wenigstens das aus letzter Not erstmals angesagte Kommissions- und Helferrennen durchzuführen. Aufgrund moralisch höchst angeschlagener Fahrer wurde jedoch auf eine Rangierung verzichtet.

Danach aufräumen. Aufräumen eines nicht stattgefundenen Anlasses..... traurig, traurig, entäuschend, ganz einfach zum weinen.... Stunden Schaufel- und sonstiger Vorbereitungsarbeiten für nichts.... oh Petrus warum, warum, warum.....

Eine Woche später: Zum Skifahren lag nur noch im Bömmeli genug Schnee. Club- und Freundschaftslanglauf vom Samstag und das Snowboard-Meeting vom Sonntag mussten ebenfalls abgesagt werden. Noch betrübt vom letzten Wochenende nahmen wir dies eher gelassen zur Kenntnis.

Eine weitere Woche später: kein neuer Schneefall. Absage von Schüler- und Clubrennen. Die nächsten 3 Wochenende, welche eigentlich als Ersatzwochende vorgesehen waren, brachten auch keine Besserung: kein Schnee.

Bereits Mitte Februar. Fasnacht, Narrenzeit. Der Schnee kam.

Am Verschiebedatum, Samstag, 24. Februar fand der Club- und Freundschaftslanglauf, organisiert vom SC Gonten als erstes Rennen endlich statt.

Gleichentags liefen die Vorbereitungen für das CH-Firmensportrennen vom Sonntag auf Hochtouren. Dank dem strahlenden Wetter, der bestens präparierten Rennpiste, einem herrlich ausgeflaggten Lauf und dem Einsatz von über 40 Clubmitgliedern, wurde dieses Rennen für alle Firmensportler zu einem einmaligen Erlebnis.

Erstmals durften wir bei diesem Rennen unsere Funkzeitauslöung, das Zeitübermittlungs- und Auswerteprogramm in Einsatz nehmen. Die Hauptprobe verlief wie alle Test’s gut, ja geradezu perfekt. Dieser Anlass zeigte deutlich welche Zeiteinsparung durch die Neuanschaffungen erzielt wurden. Sensationelle zwei Stunden nachdem der letzte Fahrer das Ziel durchquert hatte, nämlich genau um 14.00 Uhr war vom ganzen Anlass, inklusive Ranglistenerstellung, Abbruch des gesamten Rennens und verräumen des Materials, beendet. Dies kam auch allen Helfern zu Gute, selten habe ich die Clubhütte so überfüllt gesehen wie an diesem Nachmittag.

Pechvogel dieses Anlasses war unser JO-Leiter Chläus, welcher sich unglücklicherweise 5 Minuten vor Rennbeginn bei den allerletzten Pistenpräparierungen äusserst schmerzlich die Schulter ausrenkte. Nebst dem schönen Rennen, war auch der Hauptzweck, einen möglichst hohen Barbetrag in unsere Clubkasse zu erwirtschaften erreicht. Etwas hochnäsig ausgedrückt waren Fr. 3000.- für unsere Leistungen wohl angemessen.

Dieses aufstellende Wochendende und die schönsten Pistenverhältnisse seit Jahren von der Ebenalp bis ins Horn gaben uns neuen Auftrieb. Das nachfolgende Clubprogramm wurde kurzerhand total über den Haufen geworfen. Das Schüler- und Clubrennen wurde äusserst kurzfristig, auf das erste Märzwochende vorverschoben. Auf den 10. März wurde an Stelle des Sie&Er-Rennens, welches auf den 24. März verschoben wurde, die Eggli-Abfaht neu angesagt.

Beim Schülerrennen konnte am Leugangenlift durchgeführt werden. Erstmals wurde durch den Schulrat für einen Nachmittag der ganze Lift gemietet. Alle Schüler-, Betreuer, Lehrer und Skiclübler konnten gratis den Lift benutzen. Am Rangverlesen auf dem Schulhausplatz war manch einer/-em der 85 Gestartenen das Erlebnis und der Stolz über die vollbrachte Leistung buchstäblich aus dem Gesicht zu Lesen.

Am Samstag, 2. März fand das Schülerrennen am Leugangenlift und am Sonntag 3. März, das Clubrennen auf der Ebenalp statt. Trotz der kurzfristigen Ansage von 4 Tagen zuvor, massen beim Slalom 45, beim Riesenslalom am Nachmittag 63 Mitglieder ihre Konkorrenten. Marlies Kölbener und Hans Dörig fanden sich beim Slalom, Vreni Müller und der Sprechende beim Riesenslalom am besten zurecht und stellten die Tagesbestzeiten auf.

Dank der Schneelage bis ins Tal und unserer neuen Lösung zur Ranglistenerstellung, konnte das Rangverlesen erstmals im Rest. Ebenalp durchgeführt werden. An dieser Stelle nochmals einen Dank an die Familie Sutter, welche uns bestens bewirtete und allen einen Cafe Gügs spendierte. Wäre es doch nur bei diesem Geblieben.... werden sich am nächsten Tag noch einige gedacht haben....

Ein wettkampfreiches und vielleicht auch etwas feucht-fröhliches Clubrennen fand seinen Ausklang für einmal nicht im Schäfli-Saal, sondern nach der Mondschein-Abfahrt von der Ebenalp, dem Zwischentrunk im Rest. Edelweiss, zu später Stunde beim letzten Schluck im Rest. Schlössli. Übrigens: das an diesem Abend aufgekommene Gerücht, Wirtinnen hätten nach 22.00 Uhr in ihrem eigenen Lokal nur noch im 2. Sock Zutritt, konnte entschärft werden. Es handelte sich um eine eher freiwillige Massnahme......

Samstag, 9. März. Es herrschte blauer Himmel, kein Föhn und es lag genügend Schee. Motivation genug, ein zweites mal die Vorbereitungsarbeiten für die Eggli-Abfahrt in Angriff zu nehmen. Umso mehr, dass am Samstagmorgen noch eine kräftige Parterin, bzw. Pistenmschine gefunden werden konnte. Mehr davon aber unter Traktandum 11.

Am Renntag dann plötzlich Nebel. Nervosität und Gedanken einer erneuten Absage infolge zu harter, ja geradzu gefährlicher Pistenverhältnisse kamen auf. Der Abfahrt musste mit dem Einbau einer Kurve in der „Fustershalde" und der Umwandlung des Streckenteils „Eugst" in einen Super-G, Tempo genommen werden. Die Sicht wurde durch zusätzliche Tore und Tannschösslinge verbessert. Um 12.00 Uhr konnte dann den 170 gemeldeten Fahrern mit grossem Aufatmen der Start freigegeben werden.

Beim Rangverlesen im Rest. Eggli war eines klar: Auch die vierte Austragung der Abfahrt vermochte mit einer nahezu weltcupmässigen Rennatmosphäre zu begeistern. Herzlichen Dank an dieser Stelle a de Eggli Emil (Manser), welcher für die anschliessende musikalische Unterhaltung aufkam.

An den nächsten zwei Wochenenden fand das Freundschaftsrennen alpin in Gonten und das Sie&Er-Rennen statt, welches erstmals als Parallel-Riesenslalom ausgetragen wurde.

Der Clubausflug vom 30./31. März führte uns ins vorarlbergischen Goms, Österreich. Da das Snowboard-Meeting noch nicht stattgefunden hatte, nahmen wir 10 der neumodigen Sportgeräte mit. Am Samstag bei Sonnenschein, am Sonntag leider bei Nebel erteilte unser Mitglied Patrick Koch allen Interessierten Snowboard-Freeks entspreckende Tips und Tricks.

Ein Pistenmaschinentaxi transportierte am Samstagabend die letzten Nachzügler in unsere Herberge. Kurz davor legte sich bereits der erste zu Bett. Er musste wohl sehr kalte Füsse gehabt haben, oder vergas er einfach die Skischuhe auszuziehen? Mit der Clubmusik, unserem Kabaretisten Michi Räss sowie der Musikbox an der Bar verbrachten wir einen kurzweiligen Abend. Entsprechend dokumentarisch festgehaltene Beweise entnehme man biete dem Photoalbum.

Ein kleines Wunder war geschehen, obwohl bis Mitte Februar noch kein einziger Anlass stattfand, musste mangels Zeit und Interesse einzig das SSV-Bankverein Open abgesagt werden. Der grosse Unterschied zum Vorjahr erwies sich darin, dass kein einziges Rennen am geplanten Datum durchgeführt werden konnte (- im Vorjahr konnten alle Rennen ohne Verschiebung stattfinden).

An dieser Stelle möchte ich allen für die Flexibilität und das Verständnis der kurzfristigen Umstellungen danken.
 

Sommer- und Frühlingsanlässe

Der Überraschungsanlass lief sicherlich allen anderen Anlässen etwas den Rang ab. Am Morgen in der Höhle Hölloch, Schwyz: Tümpelchen überwinden, abseilen oder einfach Ausruhen und Geniessen der dunklen dumpfen Gangsysteme. Wer sich beim Kragseln und Klettern im engen Höhlensystem nicht so wohl fühlte, wurde am Nachmittag belohnt. Gekleidet in einem Neoprenanzug, mit Flossen an den Füssen und einem Helm auf dem Kopf stürzten wir uns mit unserem Wildwasserbob in die tosende Muota. Schon tauchte man in den Strudel ein und das Wasser spritzte einem über den Kopf. Den Schlitten noch etwas verkrampft haltend, wurde man durchschüttelt und war im nächsten Augenblick schon wieder über Wasser. Nach einer einstündigen Flussfahrt, welche wie 15 min empfunden wurde, strandeten wir nach ca. 5 km wieder.

Ein actionbeladener Tag ging nach einem gemütlichen Abschlusstrunk im Rest. Schlössli, Steinegg zu Ende.

Zu Berichten gäbe es noch vieles, zu folgenden Anlässen jedoch nur einige Stichworte:

Während dem letzten Jahr durften wir folgenden Clubmitgliedern Spalier stehen: Allen Neuvermählten alles Gute für die Zukunft und herzlichen Dank für die jeweils grosszügigen Spenden! Yvonne/Christian und Erika/Hanspeter, welche gleichentags nur um 30 min verschoben heirateten, brachten uns ziemlich ins Schwitzen.

Das vergangene Jahr, dürfte auch als Pistenmaschinen und Baujahr in Erinnerung bleiben. Bei einem Abschieds-Apéro trennten wir uns nach 10-jährigem Einsatz von unser Pistenmaschine. Leicht viel uns dieser Entscheid nicht, aber leider zeigte unser Liseli im letzten Jahr erhebliche Altersbeschwerden.

Für die unter Traktandum 11 zum Kaufe angebotene Nachfolgerin wurde an 2 Samstagen mit je ca. 10 Mitgliedern ein neuer, grösserer Eingang mit neuem (Seiten-Sectional-) Tor geschaffen. Für die Clubhütte wurde ebenfalls an 2 Samstagen ein neuer Küchenboden eingebaut. An 2 weiteren Samstagen reparierten wir die Wasserleitung.

All dies macht deutlich, dass abschliessend einige Dankesworte sicherlich nicht verfehlt sind:

Allen voran danke ich meinen Kommissions-Kameraden für die geleistete Arbeit, die grosse Flexibilität und Kollegialität. An dieser Stelle möchte ich es nicht unterlassen auch den Partnerinnen, bzw. Partnern und den Familienangehörigen der Kommissions-Mitglieder für ihr Entgegenkommen, ihre Mithilfe und v.a. für Ihr Verständnis zu danken.

Im weiteren danke ich allen Helfern und denjenigen, die unsere Anlässe mit ihrem Mitmachen und spontanen Erscheinen unterstützten. Mit den zweimaligen Vorbereitungsarbeiten zur Eggli-Abfahrt, dem erstmals ausgetragenen CH-Firmensportrennen, den 6 Bautagen, usw. habt Ihr ausserordentliches geleistet. Nicht ausser acht gelassen werden darf auch die emense Arbeit in unserer JO, Chläus wird anschliessend darauf zurückkommen. Euer Verständnis für unsere teilweisen sehr kurzfristigen und immer wiederkehrenden Anfragen und Eure Bereitwilligkeit wissen wir äusserst zu schätzen. Herzlichen Dank!

Ein herzliches „Vergölts-Gott" auch all jenen, die dem SC immer wieder Verständnis und Loyalität, sowie Leistungen ohne Entgelt erbringen. Ich denke da z.B. an die neuen Sponsoren unserer JO, an Albert Manser für das Drucken der Plakate, Franz Manser und Hermann Ulmann für die Gratis-Lagerräume, usw.

Nur Dank diesen freiwilligen Helfern, mit ihren vielen Impulsen und Ideen, kann unser Club auch in Zukunft bestehen. Ich hoffe, Euch auch im nachsten Clubjahr. an den Vereinsanlässen zu sehen. Eure Geselligkeit, Kritik und Anregungen geben uns immer wieder Motivation und den Beweis, dass wir auf dem richtigen Wege sind. Besonders einladen möchte ich dazu auch alle Neumitglieder.

Uns allen wünsche ich ein schneereiches Jahr. Ski-Heil!

 


Weissbad, 24. Oktober 1996 Urs Bischofberger , Präsident

Zuletzt geändert am 22.10.1997
verantwortlicher Web-Autor: Urs Manser